DIHVA: Digitale Assistenz entlastet Hausarztpraxen in M-V
Artikel aus Mecklenburg-Vorpommern
Das Projekt der digitalen hausärztlichen Versorgungsassistenz (DIHVA) ermöglicht Hausärztinnen und Hausärzten im ländlichen Raum, sich mehr Zeit für ihre Patientinnen und Patienten zu nehmen.
Gemeinsam mit dem Ärztenetz HaffNet und der Digitalen Facharzt- und Gesundheitsversorgungsgesellschaft (DFGVG) etabliert die Techniker Krankenkasse die hausärztliche Versorgungsassistenz in der Versorgung Mecklenburg-Vorpommerns.
Ambulante Versorgung neu denken
In einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern, wo Anfahrtswege länger, ärztliche Versorgung knapper und Patientinnen und Patienten älter werden, braucht es Angebote wie die DIHVA, um eine ambulante Versorgung zukünftig zu sichern.
DIHVAs, als speziell geschultes Personal, übernehmen den ersten Patientenkontakt sowie Routineuntersuchungen, wie zum Beispiel Blutdruck‑ und EKG‑Messungen, Blutabnahmen, Otoskopien oder die Dokumentation von Hautveränderungen. Während sie die Untersuchungen durchführen, arbeiten sie mit modernen Diagnosegeräten, welche von einer KI‑gestützten Software unterstützt wird. DIHVAs können bis zu 50 medizinische Werte erheben. Die erfassten Werte werden digital aufbereitet und an die Hausarztpraxis weitergeleitet. So erhalten Ärztinnen und Ärzte standardisierte Informationen und können Diagnose, Therapieentscheidungen und individuelle Beratung noch stärker an den Versorgungbedarfen der Patientinnen und Patienten ausrichten.
Nach einem erfolgreichen Start des Projekts in Nordrhein-Westfalen im Herbst 2025, startete im Juni 2026 das neue Versorgungsangebot der DIHVA auch in Ueckermünde.
Fazit: Smarte, digitale und praxisorientierte Lösungen
"Das Projekt der DIHVA kann zukunftsweisend eine nachhaltige und patientenorientierte Versorgung bieten. Das Angebot zeigt sehr detailliert, wie sich Ärztinnen und Ärzte auf Diagnose und Therapieentscheidungen fokussieren können, während standardisierte ausführende Aufgaben delegiert werden. Dies sichert die verlässliche hausärztliche Versorgung von Patientinnen und Patienten, insbesondere im ländlichen Raum. Wartezeiten, lange Anfahrtswege vor allem für ältere Patientinnen und Patienten können reduziert werden. So bleibt die hausärztliche Versorgung weiterhin dort erreichbar, wo Nachwuchs und Nachbesetzung fehlen," betont Manon Austenat-Wied.