Magdeburg, 23. April 2026. Für 96 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt ist Gesundheitspolitik ein wichtiges Thema für ihre Wahlentscheidung am 6. September. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK), die im Februar anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl erhoben wurde. Demnach stuften die Befragten die Handlungsfelder Gesundheitspolitik und Bildungspolitik am häufigsten als "sehr wichtig" oder "wichtig" ein.

"Die Umfrageergebnisse senden ein klares Signal", sagt Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt. "Eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung muss auf landespolitischer Ebene den Stellenwert erhalten, den die große Mehrheit der Bevölkerung ihr beimisst."

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Sachsen-Anhalter sehen Reformbedarf im Gesundheitssystem

Die Mehrheit der Menschen in Sachsen-Anhalt (68 Prozent) bewertet das aktuelle Gesundheitssystem grundsätzlich positiv, sieht aber an einigen Stellen Reformbedarf. Rund ein Viertel (27 Prozent) wünscht sich grundlegende Veränderungen. Lediglich vier Prozent der Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter sind der Ansicht, dass das Gesundheitssystem gut ist und so bleiben soll, wie es ist. 

"Angesichts des mehrheitlichen Reformwunsches bietet die aktuelle Krankenhausreform die Chance, die Effizienz und die Versorgungsqualität im Land langfristig zu sichern. Dafür sind klare Leistungsstrukturen mit verbindlichen Qualitätskriterien, eine stärkere Spezialisierung sowie der Abbau von Doppelstrukturen und Überkapazitäten notwendig", sagt Steffi Suchant. 

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Finanzielle Stabilität hat höchste Priorität

Gefragt nach den Themen, die in den kommenden Jahren gesundheitspolitisch relevant sind, sprechen sich die meisten Befragten für die nachhaltige Finanzierung der Gesundheitsversorgung aus, um weitere Anstiege der Beitragssätze zu vermeiden. Für 97 Prozent der Befragten ist das das zentrale Anliegen.

"Dass die Finanzierung der Gesundheitsversorgung überwiegend bundespolitisch geregelt ist, wird am neuen Gesetz für stabile Kassenbeiträge deutlich, dessen Entwurf vom Bundesgesundheitsministerium derzeit für viel Gesprächsstoff sorgt", ordnet Steffi Suchant ein. Allerdings verfügt auch die Landespolitik über maßgebliche Stellschrauben, um zu einer nachhaltigen Finanzierung beizutragen, fügt Suchant hinzu. Dazu gehören etwa die Krankenhausplanung, Krankenhausinvestitionen und die Vernetzung mit dem ambulanten Bereich.

Weitere wichtige gesundheitspolitische Anliegen sind für die Befragten in Sachsen-Anhalt der schnellere Zugang zu Ärztinnen und Ärzten - etwa durch eine digitale Terminplattform (86 Prozent) - sowie das konsequente Ausrichten der Krankenhausstrukturen im Sinne der bestmöglichen Behandlungsqualität (84 Prozent).

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Hinweis für die Redaktion

Im September 2026 stellt die Landtagswahl die gesundheitspolitischen Weichen für Sachsen-Anhalt neu. Als Land mit der ältesten Bevölkerung Deutschlands und einem bis 2040 erwarteten Rückgang auf 1,83 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner gilt es, die Versorgung so weiterzuentwickeln, dass alle Menschen verlässliche Orientierung sowie einen einfachen Zugang zu passenden Gesundheitsangeboten erhalten.
 
Die neue Position der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt "Perspektive 2031: Digital. Qualitätsorientiert. Kompetent" mit den zentralen Handlungsprinzipien für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem finden Sie im Presse- und Politikportal .

Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa im Februar 2026 insgesamt 1.000 Personen ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Sachsen-Anhalt