Jeder Dritte hat Schwierigkeiten bei der Arztsuche
Pressemitteilung aus Sachsen-Anhalt
Magdeburg, 23. Januar 2026. Mehr als ein Drittel der Menschen in Sachsen-Anhalt hat Schwierigkeiten, bei neuen gesundheitlichen Beschwerden eine passende Arztpraxis zu finden. Das geht aus einer aktuellen, repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. 36 Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt gaben an, dass sie bei neuen gesundheitlichen Beschwerden Schwierigkeiten haben, den passenden Arzt oder die passende Ärztin für ihre gesundheitlichen Anliegen zu finden.
"Betroffene werden im Krankheitsfall mit der mühsamen Suche nach einer Praxis zu oft allein gelassen", sagt Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt. "Die Menschen brauchen einen schnellen, zielgerichteten und fachlich begleiteten Weg zur bestmöglichen medizinischen Versorgung."
TK fordert verbindliche Ersteinschätzung
Damit Patientinnen und Patienten schneller die richtige medizinische Hilfe erhalten, fordert die TK eine verbindliche, systematische Ersteinschätzung des Behandlungsbedarfs - noch bevor überhaupt ein Termin vereinbart wird. Diese Ersteinschätzung soll gesundheitliche Probleme rasch einordnen und den passenden Behandlungspfad empfehlen, etwa einen Termin in einer Haus- oder Facharztpraxis, eine telemedizinische Behandlung oder eine Beratung durch medizinisches Personal.
Ergibt die Ersteinschätzung, dass zunächst keine ärztliche Konsultation nötig ist, sollen Betroffene stattdessen auf geeignete Informations- und Beratungsangebote, zum Beispiel ihrer Krankenkasse, verwiesen werden. Aus Sicht der TK sollte die Ersteinschätzung an allen zentralen Zugangspunkten ins Gesundheitssystem zur Verfügung stehen - digital per App, in Arztpraxen, telefonisch oder in der Notaufnahme - und von Ärztinnen und Ärzten entwickelt werden.
Wo die Menschen nach Ärztinnen und Ärzten suchen
Aktuell greifen die Menschen in Sachsen-Anhalt bei der Suche nach einer passenden Facharztrichtung und Arztpraxis auf verschiedene Informationsquellen zurück. Die große Mehrheit konsultiert ihren Arzt oder ihre Ärztin (89 Prozent), 65 Prozent fragen Familie oder Freundeskreis, rund ein Drittel (34 Prozent) schaut sich die Websites von Arztpraxen an. Soziale Medien spielen im Vergleich dazu eine deutlich geringere Rolle: Nur 25 Prozent der Befragten nutzen sie bei der Arztsuche.
Hinweis für die Redaktion
Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa vom 25. September bis 21. Oktober 2025 insgesamt 502 Personen ab 18 Jahre bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Sachsen-Anhalt.
Die Forderungen der TK für eine zukunftsfähige ambulante Versorgung gibt es in der TK-Position " Digital vor ambulant vor stationär ".