Hayn, 20. März 2026. Angesichts steigender Ausgaben und wachsender demografischer Belastungen fordert der Verwaltungsrat der Techniker Krankenkasse (TK), die Strukturen im Gesundheitswesen effizienter zu gestalten. "Bevor darüber nachgedacht wird, Leistungen zu begrenzen, sollte die Regierung jetzt den Fokus darauf legen, die Strukturen zu verbessern und die Ausgabensteigerungen zu reduzieren", appelliert Dieter F. Märtens, alternierender Vorsitzender des TK-Verwaltungsrats.

Um seine Forderung zu bekräftigen, verabschiedete der TK-Verwaltungsrat auf der heutigen Frühjahrssitzung in Hayn eine entsprechende Resolution und benennt darin vier zentrale Ansatzpunkte:

  • In der Umsetzung der Krankenhausreform darf das zentrale Ziel nicht verfehlt werden, Überkapazitäten zu reduzieren, um die Versorgungsqualität zu verbessern und Ressourcen effizienter zu nutzen.
  • Stärkere Preis‑ und Rabattmechanismen sollten dafür sorgen, die Arzneimittelpreise in Deutschland an das internationale Niveau anzugleichen und somit zu senken.
  • Überträgt der Gesetzgeber der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versicherungsfremde Leistungen, muss er sie hierfür mit ausreichend Steuermitteln ausstatten.
  • Um klare Anlaufstellen im ambulanten System zu schaffen und Behandlungswege gleichzeitig bedarfsgerecht und effizient zu gestalten, muss die Primärversorgung am Prinzip "digital vor ambulant vor stationär" ausgerichtet werden. 

Versichertenvertreter Märtens betont: "Wir als Mitglieder des TK-Verwaltungsrats setzen uns mit diesen vier Forderungen für eine versorgungsstarke und gleichzeitig kostenbewusste GKV ein. Wir appellieren an die Bundes- und Landesregierungen, die vorgestellten Maßnahmen zügig in die gesetzliche und regulatorische Praxis zu überführen."

Dominik Kruchen, alternierender Vorsitzender des TK-Verwaltungsrats und Arbeitgebervertreter, ergänzt: "Nur durch ein gemeinsames Handeln für effiziente Krankenhausstrukturen, gerechte Arzneimittelpreise, eine auskömmliche Finanzierung versicherungsfremder Leistungen und den konsequenten Ausbau digitaler Versorgungsformen in einem wettbewerblichen, selbstverwalteten System können wir die Qualität der Gesundheitsversorgung und die Finanzierung der GKV nachhaltig sichern."

Effi­zi­enz­stei­ge­rungen vor Leis­tungs­be­gren­zungen

Resolution des TK-Verwaltungsrat

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Hinweis für die Redaktion

Der Verwaltungsrat der TK ist das höchste Entscheidungsgremium des Unternehmens und besteht aus jeweils 15 Vertreterinnen und Vertretern von Arbeitgebern und Versicherten. Die vollständige Resolution des Verwaltungsrats "Effizienzsteigerungen vor Leistungsbegrenzungen" ist auch auf tk.de/verwaltungsrat zu finden.