Welt-HPV-Tag: Impfung bietet wirksamen Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs
Pressemitteilung aus Hamburg
Hamburg, 3. März 2026. Die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs wird fast immer durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht. Nach Schätzungen des Robert Koch-Institut (RKI) infizieren sich die meisten sexuell aktiven Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit HPV. Eine HPV-Impfung bietet Schutz gegen die häufigsten krebsauslösenden Virustypen und kann das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, erheblich senken. Für eine möglichst hohe Wirksamkeit sollte die Impfung früh erfolgen - am besten bereits vor dem ersten sexuellen Kontakt.
"In Hamburg wird die HPV-Impfung erfreulicherweise immer häufiger in Anspruch genommen und die Quote steigt: Im Jahr 2024 war mehr als die Hälfte der 15-jährigen Mädchen (56 Prozent) in unserer Stadt vollständig gegen HPV geimpft", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, unter Berufung auf die aktuellen Daten des RKI. "Fünf Jahre zuvor, im Jahr 2019, hatten in dieser Gruppe gerade einmal 45 Prozent einen vollständigen HPV-Impfschutz."
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Jugendlichen im Alter von neun bis 14 Jahren. Versäumte Impfungen gegen HPV können bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden, in einzelnen Fällen kann eine Schutzimpfung auch darüber hinaus noch sinnvoll sein. "Für die Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs ist neben der HPV-Impfung auch die Teilnahme an regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen entscheidend. Dabei können vorkrebsartige Zellveränderungen, sogenannte Dysplasien, in den meisten Fällen entdeckt und wenn nötig behandelt werden", ergänzt die Landeschefin.
HPV-Impfung auch für Jungen wichtig
Seit 2018 wird die HPV-Impfung von der STIKO auch für Jungen empfohlen. Hier ist die Inanspruchnahme jedoch noch deutlich niedriger als bei den Mädchen: 2024 hatten laut RKI-Zahlen 39 Prozent der Hamburger Jungen im Alter von 15 Jahren einen vollständigen HPV-Impfschutz.
"Eine HPV-Impfung ist auch für Jungen eine sehr sinnvolle Maßnahme zur Gesundheitsvorsorge", so Puttfarcken. "Zum einen wird verhindert, dass sie andere Personen mit HPV anstecken. Zum anderen können HPV-Infektionen auch bei männlichen Personen zu Krebserkrankungen führen." Neben Gebärmutterhalskrebs bietet die HPV-Impfung Schutz vor Penis- und Analkrebs und, je nach Impfstoff, auch vor Feigwarzen im Genitalbereich.
Hinweis für die Redaktion
Am 4. März ist Welt-HPV-Tag bzw. internationaler HPV Awareness Day.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die HPV-Impfung entsprechend der STIKO-Empfehlung für alle Jugendlichen im Alter von 9 bis 17 Jahren. Die TK übernimmt die Kosten der Impfung als sogenannte Mehrleistung auch für Frauen und Männer ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 27. Geburtstag. Für diese Versicherten fällt dann lediglich eine Zuzahlung für den Impfstoff an.
Erfolgt die HPV-Impfung bis zum Alter von 14 Jahren, werden für einen vollständigen Impfschutz insgesamt zwei Impfstoffdosen verabreicht. Ab einem Alter von 15 Jahren sind drei Impfstoffdosen vorgesehen.