Hamburg, 22. Dezember 2025. Vor den Festtagen dreht sich viel ums Organisieren: Geschenke, Essen, Familie. Das kann stressen!
Schon an normalen Tagen fühlt sich mehr als jede oder jeder zweite Norddeutsche (58 Prozent) häufig oder manchmal gestresst. Das zeigt der bundesweit repräsentative Stressreport 2025 der Techniker Krankenkasse (TK) auch mit Teilergebnissen aus Norddeutschland, also den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen.

"Stress ist für mehr als die Hälfte der Befragten in Norddeutschland zur Normalität geworden. Dabei kann chronischer Stress zu ernsten Gesundheitsproblemen wie einem Erschöpfungszustand oder Schlafproblemen führen, die nicht ignoriert werden sollten", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. "Nicht immer lassen sich die ‚Akkus‘ in der Freizeit wieder aufladen. Daher sind auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gefragt, eine gesundheitsförderliche Arbeitsumgebung zu schaffen, damit ihre Mitarbeitenden langfristig gesund bleiben."

Von Erschöpfung und Gereiztheit bis hin zu Rückenschmerzen und Schlafproblemen

Stress kann sich in vielen Facetten und Stimmungslagen zeigen. Bei der Frage, ob sich die Norddeutschen häufiger oder sogar dauerhaft erschöpft fühlen, stimmte die Hälfte der Befragten zu (53 Prozent). Jeweils 38 Prozent bemerken oft eine innere Unruhe, Unsicherheit beziehungsweise Zweifel etwa bei Entscheidungen. Niedergeschlagen fühlen sich 28 Prozent und gereizt oder wütend 27 Prozent. Ein Viertel der befragten Norddeutschen denkt häufiger oder dauerhaft, überfordert zu sein (25 Prozent), und jede oder jeder Fünfte fühlt sich allein oder einsam (20 Prozent).

Stress kann sich aber auch in körperlichen Beschwerden zeigen: "Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der befragten Norddeutschen leidet unter Muskelverspannungen oder Rückenschmerzen und 42 Prozent haben Ein- oder Durchschlafprobleme. Wenn die Beschwerden stressbedingt ausgelöst wurden, helfen oft individuell passende Entspannungstechniken. Die TK bietet ihren Versicherten hierfür spezielle Programme und Apps zur Stressreduktion und zum Abschalten an", so die TK-Chefin in Hamburg.

Soziale Kontakte, Bewegung, Musik helfen den Norddeutschen beim Stressabbau

"Wenn Stress als Belastung wahrgenommen wird, sind Strategien zum Herunterfahren des Stresslevels wichtig", sagt Puttfarcken. Und weiter: "Die Mehrheit der Menschen in Norddeutschland entspannt sich bei den Hobbys (83 Prozent), im Austausch mit Freundinnen und Freunden sowie der Familie (82 Prozent) oder sucht die Ruhe in der Natur (81 Prozent). Soziale Kontakte, Bewegung und frische Luft helfen, die eigene Resilienz gegen Stress zu erhöhen."

Zum Stressabbau machen oder hören die Menschen in Norddeutschland auch gern Musik (74 Prozent), entspannen sich beim Fernsehen oder Streamen (64 Prozent), treiben Sport (62 Prozent), kochen oder gehen essen (61 Prozent). Weniger Menschen gaben an, zur Entspannung auf Social Media oder im Internet zu sein (38 Prozent) oder einen Einkaufsbummel zu machen und sich etwas Schönes zu gönnen (35 Prozent). Zu einem Glas Wein oder Bier greifen 33 Prozent der Befragten und zur Zigarette 24 Prozent. Noch jede oder jeder Fünfte gab an, zum Entspannen zu gamen oder zu zocken (23 Prozent) oder Podcasts zu hören (20 Prozent). Lediglich 14 Prozent der Befragten in Norddeutschland nutzen Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training.

Hinweis für die Redaktion

Für die bevölkerungsrepräsentative, telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Mai 2025 bundesweit insgesamt 1.407 Personen ab 18 Jahre (mind. 200 Personen pro Ländergebiet) mit anschließender Proportionalisierung der Gesamtergebnisse. Die hier ausgewiesenen Teilergebnisse beziehen sich auf Norddeutschland, also die nördlichen Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

TK-Angebote

Die TK bietet ihren Versicherten ein breites Spektrum an Programmen und digitalen Anwendungen zur Stressreduktion und für "Digital Detox". Neben den klassischen TK-Gesundheitskursen - sowohl vor Ort als auch online - gehören dazu unter anderem die detoxi Health App für eine ausgewogene Screen-Life-Balance, die TK-Coach-App , die Meditations-App Balloon sowie der Alexa-Skill Smart Relax . Weitere Tipps rund um Digital Detox finden Interessierte auf tk.de.

Auch für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene hält die TK spezielle Angebote zur Stressprävention bereit. So unterstützt sie Schulen beispielsweise mit den Programmen Bleib locker und SNAKE sowie Hochschulen mit den TK-Mentalstrategien gegen Stress für Studierende. Weitere Informationen sind im Lebensweltenportal der TK verfügbar.

Weitere Informationen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement gibt es im Firmenkundenportal der TK.