Probleme bei der Arztsuche: 74 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger würden medizinische Ersteinschätzung nutzen
Pressemitteilung aus Hamburg
Hamburg, 26. Januar 2026. Welche Facharztrichtung ist die richtige Anlaufstelle für ein bestimmtes medizinisches Problem und welche Praxis hat zeitnah einen freien Termin? Das herauszufinden, ist nicht immer einfach. Knapp drei Viertel (74 Prozent) der Hamburgerinnen und Hamburger könnten sich vorstellen, bei neu auftretenden gesundheitlichen Beschwerden eine medizinische Ersteinschätzung zu nutzen, die ihnen einen geeigneten Behandlungspfad empfiehlt. Das ist ein Ergebnis der aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage zur ambulanten Gesundheitsversorgung in Hamburg, die im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) durchgeführt wurde.
Medizinische Ersteinschätzung
"Unsere Befragung zeigt, dass 22 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger Probleme haben, bei neuen gesundheitlichen Problemen die dafür richtige Ärztin oder den richtigen Arzt zu finden", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung in Hamburg. "Mit einer standardisierten medizinischen Ersteinschätzung, idealerweise über eine App oder digitale Plattform, könnten wir den Zugang zur ambulanten Versorgung künftig besser koordinieren und bedarfsgerecht gestalten." Umso erfreulicher sei es, dass sich ein Großteil der Befragten vorstellen könnten, ein solches Angebot zu nutzen, bevor sie mit einem neuen Anliegen eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.
Schwierigkeiten bei der Arztsuche
Arzt-Recherche: Fast die Hälfte sucht digital
Um die passende Facharztrichtung sowie eine geeignete Arztpraxis zu finden, fragen aktuell 81 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger bei ihrer Ärztin oder ihrem Arzt nach, 62 Prozent erkundigen sich bei der Familie und Bekannten. Aber auch digitale Angebote sind wichtig: Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) schaut sich Websites von Arztpraxen an, 40 Prozent informieren sich in Apps und Portalen, die Ärztinnen und Ärzte sowie Termine und Bewertungen auflisten. Mehr als jede bzw. jeder Vierte (28 Prozent) recherchiert zudem in Sozialen Medien oder Foren zu Erfahrungsberichten anderer Patientinnen und Patientinnen.
Informationsquellen bei der Arztsuche
"Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Suche nach medizinischer Hilfe häufig noch sehr unstrukturiert abläuft", so Puttfarcken. "Deshalb ist es besonders wichtig, dass die medizinische Ersteinschätzung bereits an dieser Stelle ansetzt, den richtigen Behandlungspfad ermittelt und die Patientinnen und Patienten an die Stelle im System leitet, wo ihnen am besten geholfen werden kann." Für die Hilfesuchenden kann das zum Beispiel bedeuten, erst einmal abzuwarten, eine Videosprechstunde zu besuchen oder einen Arzttermin zu vereinbaren. "Für eine effiziente Gesundheitsversorgung benötigen wir zudem eine zentrale, digitale Plattform, über die zeitnah Termine in der passenden Fachrichtung gebucht werden können", fordert die Landeschefin.
Hinweis für die Redaktion
Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa im Oktober 2025 insgesamt 500 Personen ab 18 Jahre bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Hamburg zur ambulanten Gesundheitsversorgung.
In der TK-Position Gute Versorgung in der Gesundheitsmetropole Hamburg weiterentwickeln macht die TK in Hamburg Vorschläge, wie die insgesamt sehr gute und qualitativ hochwertige Versorgung in Hamburg gehalten und weiterentwickelt werden kann.