Mainz, 6. März 2026. Komplexe medizinische Eingriffe sollten nach mehrheitlicher Auffassung der rheinland-pfälzischen Bevölkerung in spezialisierten Kliniken durchgeführt werden. Das zeigt eine aktuelle Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).

Demnach gaben 92 Prozent der Befragten an, bei einer anstehenden aufwändigen Behandlung oder Operation ein Krankenhaus mit umfassender Erfahrung zu wählen, auch wenn dies eine längere Anreise erfordert. Lediglich acht Prozent der Umfrageteilnehmenden würden eine nahe gelegene Klinik bevorzugen, selbst wenn diese nicht entsprechend spezialisiert ist.

Eine Grafik die zeigt, dass Qualität im Krankenhaus wichtiger ist als Wohnortnähe. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Mehrheit unterstützt Reformvorhaben im Krankenhausbereich

Die Befragung zeigt ebenfalls: Auch strukturelle Neuerungen im Krankenhausbereich, wie sie im Zuge der Krankenhausreform geplant sind, werden von der Mehrheit der Menschen in Rheinland-Pfalz unterstützt: So bewerten 73 Prozent der Interviewten das Vorhaben, komplexere Behandlungen künftig in hierfür spezialisierten Häusern zu bündeln als "sehr gut" bzw. "eher gut". Lediglich 26 Prozent stehen solchen Reformplänen kritisch gegenüber.

Routine wichtiger als Wohnortnähe

"Diese Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass die Menschen im Land um die Bedeutung von Routine und Erfahrung wissen, wenn es um die erfolgreiche Durchführung anspruchsvoller medizinischer Behandlungen geht. Diese sind weitaus wichtiger als Wohnortnähe", betont Jörn Simon, Leiter der rheinland-pfälzischen Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK). "Für die künftige Landesregierung sollte das ein eindeutiges Signal sein, die geplante Neuausrichtung in der stationären Versorgung konsequent weiterzugehen," appelliert der Landeschef.  Dass insbesondere in einem ländlich geprägten Bundesland wie Rheinland-Pfalz eine für alle erreichbare Grund- und Notfallversorgung gewährleistet sein muss, stehe außer Frage, so Simon.

Hinweis für die Redaktion:

Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im November 2025 insgesamt 1.001 Personen ab 18 Jahre bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Rheinland-Pfalz.