Mehrheit der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer sieht Reformbedarf im deutschen Gesundheitssystem
Pressemitteilung aus Rheinland-Pfalz
Mainz, 4. März 2026. Die Mehrheit der Menschen in Rheinland-Pfalz (65 Prozent) bewerten das Gesundheitssystem grundsätzlich positiv, sieht aber an einigen Stellen Reformbedarf. Knapp ein Drittel (32 Prozent) wünscht sich sogar grundlegende Veränderungen. Lediglich vier Prozent der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen finden, dass das Gesundheitssystem gut ist und so bleiben soll, wie es ist. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK).
Finanzielle Stabilität hat für Wählerinnen und Wähler höchste Priorität
Für die Wählerinnen und Wähler in Rheinland-Pfalz steht dabei ein gesundheitspolitisches Thema unangefochten ganz oben auf der gesundheitspolitischen Agenda: die nachhaltige Finanzierung der Gesundheitsversorgung, um weitere Anstiege der Beitragssätze zu vermeiden. 95 Prozent der Befragten sehen hierin eine zentrale Aufgabe in der kommenden Legislatur.
Menschen im Land erwarten Modernisierung der Kliniken
An zweiter Stelle der wichtigsten gesundheitspolitischen Anliegen für die Menschen in Rheinland-Pfalz steht die "Modernisierung der Kliniken". 88 Prozent der Interviewten wünschen sich, dass das Land hierfür mehr Mittel bereitstellt - insbesondere für die IT-Infrastruktur der Krankenhäuser.
Stärkere Vernetzung und mehr Prävention gewünscht
Auch die Zusammenarbeit der Akteure im Gesundheitswesen ist vielen Menschen ein zentrales Anliegen. 87 Prozent sprechen sich für eine "bessere Vernetzung" zwischen niedergelassener Ärzteschaft, Kliniken und Pflegediensten aus.
Darüber hinaus halten 75 Prozent der Befragten eine Förderung der Präventionsangebote für wichtig. 58 Prozent sehen in der Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen eines der prioritären Reformthemen.
Erheblicher Teil der Bevölkerung sieht Notwendigkeit der Weiterentwicklung
"Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass ein erheblicher Teil der Befragten die Notwendigkeit sieht, die Versorgung im Land weiterzuentwickeln", sagt TK-Landesvertretungsleiter, Jörn Simon. Dass die nachhaltige Finanzierung von nahezu allen Befragten als zentrale Aufgabe genannt würde, verdeutliche den hohen Stellenwert des Themas. Die Finanzierung der Gesundheitsversorgung sei zwar in erster Linie bundespolitisch geregelt, allerdings verfüge die Landespolitik über die Gestaltung von Versorgungsstrukturen über maßgebliche Stellschrauben, um zu einer nachhaltigen Finanzierung beizutragen, so Simon weiter.
Hinweis für die Redaktion:
Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im November 2025 insgesamt 1.001 Personen ab 18 Jahre bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Rheinland-Pfalz.