TK-Umfrage: Rheinland-Pfalz ist offen für digitale Gesundheitsangebote
Pressemitteilung aus Rheinland-Pfalz
Mainz, 12. März 2026. Immer wieder berichten Menschen in Rheinland-Pfalz darüber, dass sie länger auf ambulante Arzttermine warten müssen. Dieses Stimmungsbild der Bevölkerung schlägt sich offenbar auch in den aktuellen Ergebnissen einer Forsa-Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) nieder: So äußern sich 35 Prozent der Befragten mit der fachärztlichen Versorgung im Land "weniger zufrieden" oder sogar "unzufrieden" zu sein, während sich 62 Prozent demnach entweder "sehr zufrieden" oder "zufrieden" zeigen.
Um Ressourcen gezielter einzusetzen und den Zugang zur Versorgung zu verbessern, könnte aus Sicht der TK eine medizinische Ersteinschätzung künftig eine zentrale Rolle spielen. Versicherte würden dabei vor dem Praxisbesuch - möglichst digital - Fragen zu ihrem Gesundheitszustand beantworten. Auf Basis dieser Ersteinschätzung könnten Patientinnen und Patienten schneller an die richtige Stelle vermittelt werden. Dabei kann es sich - in leichteren Fällen - um Hinweise zur Selbstversorgung, eine Übermittlung an digitale Angebote, wie etwa Videosprechstunden handeln. Wer ärztliche Versorgung braucht, soll einen zeitnahen Termin bei Haus- oder Facharzt buchen können.
Die Forsa-Erhebung zeigt eine deutliche Offenheit für dieses Konzept: 66 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer können sich etwa eine solche Ersteinschätzung ihres medizinischen Bedarfs vorstellen.
Ersteinschätzung - qualitätsgesichert, diskriminierungsfrei und manipulationsresistent
"Entscheidend ist, dass die Ersteinschätzung bundesweit nach klar definierten Standards erfolgt - unabhängig davon, ob sie digital, in der Arztpraxis oder in der Notaufnahme stattfindet", betont Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz.
Eine weitere Voraussetzung sei, so Simon weiter, dass Ärztinnen und Ärzte tagesaktuelle Terminkontingente auf einer zentralen Terminplattform digital bereitstellen. Erst das ermögliche eine effiziente und gerechte Terminvergabe. Dieses Konzept, durch das Patientinnen und Patienten zum frühestmöglichen Zeitpunkt zum passende Behandlungspfad geleitet werden, würde sowohl Patientinnen und Patienten zugutekommen als auch Arztpraxen entlasten, davon ist der TK-Landeschef überzeugt.
Menschen im Land zeigen hohe Bereitschaft, digitale Services zu nutzen
Die Befragung zeigt auch: Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer zeichnet insgesamt eine hohe Bereitschaft aus, digitale Services in Anspruch zu nehmen: 78 Prozent würden einen digitalen Anamnesebogen mit relevanten Gesundheitsinformationen vor einem Praxisbesuch ausfüllen, 87 Prozent der Befragten würden eine "online-Terminvergabe" nutzen und 70 Prozent eine Videosprechstunde mit einem Arzt oder einer Ärztin wahrnehmen.
Darüber hinaus können sich 66 Prozent vorstellen, sich vor oder nach einem Termin per Videochat mit einem Arzt oder einer Ärztin auszutauschen. 63 Prozent würden Hausbesuche medizinischer Fachkräfte nutzen, bei denen ein Arzt oder eine Ärztin zugeschaltet ist.
Hinweis für die Redaktion:
Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im November 2025 insgesamt 1.001 Personen ab 18 Jahre bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Rheinland-Pfalz.