Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März.

Hamburg, 13. März 2026. In Deutschland werden jährlich mehr als 800.000 Eingriffe an der Wirbelsäule vorgenommen - sie zählen zu den häufigsten Operationen in Krankenhäusern. Dabei wird von Expertinnen und Experten seit vielen Jahren kritisiert, dass viele der Operationen medizinisch nicht notwendig sind. Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse Dr. Jens Baas erklärt: "Wir wollen unsere Versicherten unterstützen, ihre Behandlungsoptionen besser einschätzen zu können. Deshalb bieten wir mit dem Onlineportal DocRobin ab sofort eine leitliniengerechte und leicht zugängliche Zweitmeinung vor Rücken-OPs an."  

Überprüfung ohne Facharzttermin und Anfahrtswege

TK-Versicherte können durch die Kooperation mit dem Münchner Start-Up DocRobin rund um die Uhr und unabhängig vom Wohnort das Angebot nutzen. Ein Termin ist nicht notwendig. Auf dem Online-Portal führt der Avatar von Professor Max Scheyerer, Leitender Arzt für Wirbelsäulenerkrankungen am Universitätsklinikum Düsseldorf, die Nutzerinnen und Nutzer entweder auf dem Mobiltelefon oder am heimischen Rechner durch den Dialog. Dabei fragt der Avatar unter anderem, wie die Rückenschmerzen erlebt werden, wie stark sie den Alltag einschränken und welche Behandlungen bereits durchgeführt wurden. Außerdem laden die Nutzerinnen und Nutzer ihre radiologischen Bilder und Befunde im Portal hoch.  

Ärztliche Gutachten innerhalb von zwei Werktagen

Fachärztinnen und Fachärzte, die auf Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert sind, beurteilen die medizinischen Unterlagen. Die Versicherten erhalten so innerhalb von zwei Werktagen ein individuelles ärztliches Zweitmeinungs-Gutachten. Dieses zeigt OP-Alternativen auf oder bestätigt die OP-Empfehlung. Auf Wunsch können die Versicherten das Ergebnis auch per Telefon oder Videosprechstunde besprechen.  

Avatar stellt die nach Leitlinien erforderlichen Fragen  

Professor Scheyerer: "Durch die Kombination von digitaler Erhebung des Krankheitsverlaufs und den Einsatz von sehr spezialisierten Expertinnen und Experten können wir eine zügige und gleichzeitig hochwertige Zweitmeinung anbieten. Der Avatar stellt exakt die Fragen, die nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft auch die Ärztinnen und Ärzte vor der Empfehlung einer Operation stellen sollten. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass es für etwa 8 von 10 der Patientinnen und Patienten zum Zeitpunkt der OP-Empfehlung noch schonendere Alternativen gibt."

Finanzielle Anreize sorgen für zu viele Operationen

Baas sagt: "Seit Jahren haben wir im Krankenhausbereich ein Überangebot. Wenn das Haus wegen leerer Betten rote Zahlen schreibt, haben die Ärztinnen und Ärzte oft einen großen Druck, diese auch zu füllen. Zweitmeinungsangebote wie DocRobin können hier eine fachlich unabhängige und hochwertige Einschätzung bieten, die Versicherte bei ihrer Entscheidung für oder gegen eine Operation unterstützt."  

Digitale Zweitmeinung auch vor Gelenkersatz

DocRobin überprüft die OP-Empfehlungen auch vor einem Hüft- und Kniegelenkersatz. Bei Kniegelenken kommt zusätzlich eine künstliche Intelligenz (KI) bei der Analyse der Röntgenbilder zum Einsatz.  

Weitere Informationen:  

https://www.tk.de/docrobin