Dresden, 16. April 2026. Überlastung, Terminstress und ständige Unterbrechungen: Viele Menschen in Sachsen empfinden ihren Arbeitsalltag als stark belastend. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Befragung der Techniker Krankenkasse (TK). So geben etwa zwei Drittel der berufstätigen Sächsinnen und Sachsen an, dass sie sich durch zu viel Arbeit (65 Prozent) sowie Termindruck und Hetze (64 Prozent) belastet fühlen. Weitere Belastungsfaktoren sind Unterbrechungen und Störungen (52 Prozent), Informationsüberflutung und regelmäßige Überstunden (jeweils 45 Prozent). Ungenaue Anweisungen und Vorgaben erzeugen für etwas mehr als ein Drittel Stress (36 Prozent).

"Auf der Arbeit verbringen wir einen großen Teil unseres Lebens. Sie gibt Struktur, fördert Entwicklung, ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und kann das Selbstwertgefühl stärken. Entscheidend ist jedoch, dass berufliche Belastungen nicht zu dauerhaftem Stress führen. Nur wenn Arbeit nicht krank macht, kann sie langfristig erfüllen und zur Gesunderhaltung beitragen", sagt Alexander Krauß, Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen. Dauerhafte Erschöpfung könne zu Burn-Out und anderen psychischen Erkrankungen führen. In Sachsen lagen im vergangenen Jahr krankheitsbedingte Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen mit 3,7 Fehltagen auf Platz zwei - direkt nach den Ausfällen durch Erkältungskrankheiten mit 4,6 Fehltagen.

Hinweis für die Redaktion

Für die Befragung wurden vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK von Mai bis Juni 2025 in Sachsen repräsentativ telefonisch 1002 Menschen - sowie im Mai bundesweit repräsentativ telefonisch 1.407 Menschen - ab 18 Jahren zu ihrem Stresserleben befragt. Informationen zur Stress-Studie finden Sie online.