Hamburg, 21. August 2026. Das elektronische Rezept, kurz E-Rezept, hat seit mehr als zwei Jahren das Papier-Rezept für rezeptpflichtige Medikamente abgelöst. Künftig sollen weitere ärztliche Verordnungen zum Beispiel für Physiotherapie, Bandagen oder Kompressionsstrümpfe digital ausgestellt werden können. Bei den Hamburgerinnen und Hamburgern kommt dieser Plan gut an: 9 von 10 (87 Prozent) würden eine solche elektronische Verordnung (eVerordnung) begrüßen. Das ist ein Ergebnis einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). 

"Die Mehrzahl der Hamburgerinnen und Hamburger stehen damit einer weiteren Digitalisierung des Gesundheitswesens positiv gegenüber. Aus unserer Sicht ist es eine logische Konsequenz des E-Rezepts, die eVerordnung auch für Heil- und Hilfsmittel einzuführen und damit nach und nach das Papierrezept ganz abzulösen", sagt Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg. "Für Patientinnen und Patienten hätte das auch einen weiteren praktischen Nutzen: Sie könnten dann alle Informationen aus den E-Rezepten und eVerordnungen in den Apps der Krankenkassen gebündelt abrufen und könnten sich sicher sein, dass ihnen in der Übersicht nichts fehlt."

eVerordnung für Hilfsmittel in der Erprobungsphase - 175.000 Versicherte machen mit

Sieben Krankenkassen, darunter die TK, erproben im Verbund eGesundheit Deutschland die eVerordnung für Hilfsmittel noch vor der gesetzlich vorgesehenen flächendeckenden Einführung. Seit dem Start im Herbst 2024 haben sich bundesweit bereits mehr als 175.000 Versicherte für den Test angemeldet. "Auch weiterhin können sich Hamburgerinnen und Hamburger dem Testlauf anschließen, und auch Arztpraxen und Sanitätshäuser in Hamburg sind dazu aufgerufen mitzumachen", sagt Puttfarcken. "Patientinnen und Patienten lösen die eVerordnung einfach im Sanitätshaus per Klick in der Krankenkassen-App ein."

Im Testlauf werden die teilnehmenden Arztpraxen bei der eVerordnung durch einen digitalen Assistenten unterstützt. Damit lassen sich Fehler vermeiden und mögliche Rückfragen von Sanitätshäusern und anderen Hilfsmittel-Leistungserbringern oder Krankenkassen reduzieren.

Hinweis für die Redaktionen

Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Oktober 2025 insgesamt 500 Personen ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Hamburg. 

Weitere Informationen zur Pilotierung der eVerordnung und zur Teilnahme TK-Versicherte finden sich auf tk.de .

Unter eGesundheit Deutschland haben sich die AOK Bayern, BARMER, BIG direkt gesund, DAK-Gesundheit, Hanseatische Krankenkasse (HEK), IKK classic und Techniker Krankenkasse (TK) zusammengeschlossen, um krankenkassenübergreifend das Gesundheitswesen digital aufzustellen. Die sieben Krankenkassen haben insgesamt rund 34 Millionen Versicherte.