TK-Umfrage: Menschen in Niedersachsen haben Probleme bei der Arztsuche
Pressemitteilung aus Niedersachsen
Hannover, 28. Januar 2026. Der Kopf tut weh, der Magen schmerzt und die Frage lautet: Wer hilft jetzt weiter? Das fragen sich auch viele Menschen in Niedersachsen. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) haben 39 Prozent der Befragten in Niedersachsen Schwierigkeiten, bei neuen gesundheitlichen Beschwerden eine geeignete Facharztrichtung und Arztpraxis zu finden.
TK für digitale Ersteinschätzung
Für einen zielgenaueren Zugang zur ärztlichen Versorgung fordert die TK deshalb eine verbindliche, systematische Ersteinschätzung des medizinischen Anliegens - noch bevor überhaupt ein Termin vereinbart wird.
"Die Daten zeigen, dass wir in der ambulanten Versorgung noch Optimierungsbedarf haben. Terminvergaben müssen nach medizinischer Dringlichkeit erfolgen. Dafür ist eine digitale Ersteinschätzung wichtig. Sie sorgt dafür, dass Menschen orientiert am medizinischen Bedarf zielgenauer den Weg in und durch die ambulante Versorgung finden. Das ist gut für die Patientinnen und Patienten, entlastet aber auch Arztpraxen, indem es ihnen mehr Zeit schafft für die Menschen, die eine dringende Behandlung benötigen", ordnet Annette Hempen, Leiterin der TK-Landesvertretung Niedersachsen, die Ergebnisse ein.
Die Ersteinschätzung sollte aus Sicht der TK ärztlich entwickelt werden und an allen Zugangspunkten ins System verfügbar sein, also digital per App, aber auch am Praxistresen, telefonisch oder in der Notaufnahme. "Durch die Implementierung einer bundesweit standardisierten, digital gestützten Ersteinschätzung können wir den Menschen Zugang zu einer zielgerichteten und Versorgung ermöglichen", erläutert Hempen.
Die Idee stößt in Niedersachsen auf Zustimmung. 69 Prozent der Befragten können sich vorstellen, eine Ersteinschätzung zu nutzen.
Hinweis für die Redaktion
Für die repräsentative telefonische Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Oktober 2025 insgesamt 501 Personen ab 18 Jahre bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Niedersachsen.