Mainz, 1. Juni 2026. Viele Menschen leiden tagtäglich an Schmerzen: Nach aktuellem Stand der Deutschen Schmerzgesellschaft (DSG) und der Deutschen Gesellschaft für Schmerz- und Palliativmedizin (DGS) sind rund 23 Millionen Menschen in Deutschland von chronischen Schmerzen betroffen. Davon sind sechs Millionen durch den Schmerz im Alltag eingeschränkt, 3,4 Millionen sind aktuell schwer schmerzkrank und bei 2,2 Millionen ist der Schmerz eine komplexe, eigenständige, psychosoziale Erkrankung. Die Folgen von dauerhaften Schmerzen sind vielfältig und schränken die Betroffenen in vielen Lebensbereichen erheblich ein.

"Die hohen Zahlen verdeutlichen, dass chronische Schmerzen ein weitverbreitetes Gesundheitsproblem darstellen und für viele Menschen eine starke Belastung im Alltag sind", sagt Jörn Simon, Landeschef der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz. 

Schmerz ist vielfältig

Die Weltschmerzorganisation (IASP: International Association for the Study of Pain) definiert Schmerz als ein unangenehmes sensorisches und emotionales Erlebnis, das mit einer tatsächlichen oder potenziellen Gewebeschädigung verbunden ist. Jeder Mensch nimmt dabei Schmerzen unterschiedlich wahr. Um den subjektiv empfundenen Schmerz von Patientinnen und Patienten besser einschätzen zu können, werden sogenannte Schmerzskalen verwendet. Zudem werden Schmerzen maßgeblich von biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren beeinflusst.
Schmerz kann hinsichtlich der Ursache, Qualität, Intensität und der Lokalisation unterschieden werden. Menschen können beispielsweise an Kopf-, Regel-, Rücken- oder Gelenkschmerzen leiden. Akute Schmerzen helfen uns dabei wahrzunehmen, dass vielleicht gerade etwas nicht stimmt. "Jedoch besonders, wenn der Schmerz zu einem Dauerzustand wird, also chronisch wird, kann es sehr belastend für Patientinnen und Patienten werden", betont Simon. 

Unterstützung für Betroffene

Betroffene erhalten unter anderem Unterstützung durch digitale Angebote der TK, etwa bei Kopfschmerzen oder Rückenproblemen. Mit der Migräne-App als Hilfsmittel gegen Kopfschmerzen können Symptome erfasst und Anfälle dokumentiert werden, sodass Betroffene in Zusammenarbeit mit medizinischem Fachpersonal die Schmerzen effektiver behandeln können. Auch Zweitmeinungsverfahren spielen bei anhaltenden oder starken Schmerzen im Hüft-, Knie- und Rückenbereich eine wichtige Rolle. Durch eine weitere medizinische Einschätzung können die Notwendigkeit einer Operation abgeklärt, Fehldiagnosen vermieden und alternative Behandlungsoptionen aufgezeigt werden, sodass Patientinnen und Patienten eine informierte Entscheidung treffen können. Auch mit dem Zweitmeinungsportal DocRobin können TK-Versicherte die Notwendigkeit von einer Rücken-OP oder Gelenkersatz leitliniengerecht überprüfen lassen.

"Patientinnen und Patienten haben so mehr Sicherheit, um sich zwischen verschiedenen Behandlungsoptionen zu entscheiden. Vor allem durch digitale und KI-gestützte Zweitmeinungsverfahren ist eine zeit- und ortsunabhängige medizinische Einschätzung möglich, die wichtig ist, um beispielsweise unnötige Behandlungen und Eingriffe zu vermeiden", so Simon.

Hinweis für die Redaktion: 

•    Die verwendeten Zahlen wurden hier veröffentlicht: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9294845/
•    Schmerzdefinition der International Association for the Study of Pain (IASP): IASP Announces Revised Definition of Pain - International Association for the Study of Pain (IASP)
•     Die Migräne-App im Überblick - Die Techniker
•     DocRobin - Online-Zweitmeinung vor Rücken-OPs und Gelenkersatz - Die Techniker