Hannover, 16. März 2026. Endometriose ist eine der am weitesten verbreiteten gynäkologischen Erkrankungen bei Frauen. In Niedersachsen wurde diese Diagnose bei mehr als 5.800 versicherten Frauen der TK gestellt (Stand 2024). Dabei handelt es sich um eine Steigerung von etwa 13 Prozent zum Vorjahr. Dennoch bleibt sie in vielen Fällen unerkannt. Am häufigsten sind Frauen zwischen 30 und 49 Jahren betroffen, von ihnen bekamen bundesweit gut zwei Prozent eine Diagnose. Expertinnen und Experten schätzen, dass jede zehnte Frau unter Endometriose leidet.

Der "Endometriose Awareness Monat"

Für lange Zeit wurde Endometriose nicht als Erkrankung wahrgenommen. Das Bewusstsein darüber hat in den letzten Jahren allerdings zugenommen. Endometriose kann anhand verschiedenster Symptomatiken erkannt werden. Dazu zählen: starke Schmerzen vor und während der Menstruation, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang.

Darüber hinaus kann es auch zur Unfruchtbarkeit führen. Endometriose entsteht durch die Ansiedelung von gebärmutterschleimhautähnlichem Gewebe an anderen Stellen im Körper, wie etwa der Gebärmutterwand oder dem Bauchraum.

Frauengesundheit muss mehr in den Fokus rücken

"Die Belastungen und möglichen Folgen sind für betroffene Frauen erheblich. Dass die Krankheit so oft unerkannt bleibt, ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Frauengesundheit mehr in den Fokus von Forschung und der medizinischen Ausbildung rücken muss", sagt Annette Hempen, Leiterin der Landesvertretung Niedersachsen, und verweist auf den "Endometriose Awareness Monat".

Der März soll das Bewusstsein für die Erkrankung steigern. Denn nur die entsprechende Aufklärung kann das gesellschaftliche Bewusstsein für das Leid Betroffener schärfen und den Mangel an Grundlagenforschung sowie diagnostischen und Behandlungsmethoden aufzeigen. Die TK sieht in der Digitalisierung und im Einbinden von Künstlicher Intelligenz (KI) die Möglichkeit, Endometriose künftig schneller und besser zu erkennen.

Unterstützung durch das FEMNA Online-Programm

Die TK bietet ihren Versicherten den Zugang zum FEMNA Online-Programm. Dieses Programm hilft Betroffenen dabei, besser mit der Erkrankung umzugehen. Dies geschieht durch umfassende Informationen zu Symptomen, Krankheitsverlauf und Therapiemöglichkeiten. Ebenfalls unterstützt das Programm Betroffene durch Selbsthilfeangebote wie Entspannungstechniken zur Schmerzlinderung. Weitere Informationen zu FEMNA finden Sie auf unserer Webseite .