München, 6. Mai 2026. Der Krankenstand der erwerbstätigen Versicherten der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern sank im ersten Quartal 2026 auf 4,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang um 0,4 Prozentpunkte. Obwohl es in diesem Winter lange Frostperioden gab, war im Durchschnitt jede bei der TK versicherte Erwerbsperson von Januar bis einschließlich März dieses Jahres nur noch 4,1 Tage krankgeschrieben. In den Vergleichszeiträumen der Jahre 2025 und 2023 waren es noch je 4,5 Tage und 4,4 Tage im Jahr 2024.

Trend hält an: Erkältungen rückläufig - psychischen Krankheiten steigen weiter

Der rückläufige Trend bei den Arbeitsunfähigkeitszeiten seit dem Jahr 2024 in Bayern verstetigt sich. "Vor allem die kurzen Krankschreibungszeiten, beispielsweise wegen Erkältungsdiagnosen, sanken stark", sagt Dr. Gabriele Gonschor, Leiterin des Versorgungsbereichs der TK in Bayern. So fehlte im ersten Quartal 2026 im Freistaat rechnerisch jede bei der TK versicherte Erwerbsperson nur einen Tag wegen Erkältungskrankheiten. In den Vergleichszeiträumen der Jahre 2023 sowie 2025 waren es je Erwerbsperson 1,5 Fehltage und 2024 1,3 Fehltage wegen Diagnosen wie Grippe, Schnupfen, Husten oder Corona.

Psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und Co. verursachten dagegen im ersten Quartal 2026 erneut mehr Fehlzeiten. Im Schnitt waren es 0,8 Fehltage in Bayern je Erwerbsperson - ein Plus von 0,1 Tagen gegenüber dem ersten Quartal 2025. Damit hielt der Aufwärtstrend bereits das fünfte Jahr an.

Möglichkeiten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements besser nutzen

Psychische Belastungen können auch durch Stress und Unsicherheit am Arbeitsplatz ausgelöst werden. Hier können Arbeitgeber viel für ihre Beschäftigen tun, indem sie die Prozesse optimieren und für gesundheitsförderliche Strukturen sorgen. Viele Krankenkassen halten Angebote für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bereit, um die psychischen Belastungen ihre Beschäftigten im Berufsalltag zu senken und damit auf Dauer Fehlzeiten zu reduzieren. Vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann das ein Standortvorteil sein.

Auf den TK-Webseiten finden Arbeitgeber beispielsweise die Rubrik "Gesund arbeiten" mit Informationen, erfolgreiche BGM-Projekte aus Bayern und anderen Bundesländern sowie Kontaktmöglichkeiten zu den Fachkräften der TK.

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2026. Grundlage dafür bilden die rund 6,2 Millionen, davon in Bayern über 902.000, bei der TK versicherten Erwerbspersonen (Berufstätige und ALG 1-Empfängerinnen und Empfänger). Die TK hat insgesamt bundesweit rund 12,4 Millionen Versicherte, davon über 1,7 Millionen in Bayern. (Stand April 2026).
Krankenstand ist ein betriebswirtschaftlicher Begriff. Darunter versteht man den Anteil der Fehlzeiten der Beschäftigten an der Gesamtarbeitszeit.