Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas - diese drei sogenannten Zivilisationskrankheiten haben eine entscheidende Gemeinsamkeit. In den allermeisten Fällen sind sie nämlich vermeidbar. Grundlage dafür ist ein gesunder Lebensstil, also beispielsweise genügend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Und obwohl viele Maßnahmen dazu bekannt sind, steigt die Zahl der Betroffenen immer weiter. Wir als Techniker Krankenkasse (TK) engagieren uns aus diesen Gründen während allen Lebensphasen für mehr Gesundheitsförderung und Prävention. Und weil die Grundsteine für ein gesundes Leben vor allem in der Kindheit gelegt werden, zielen zwei neue Projekte der TK auf Kindergartenkinder ab.

Schatzsuche

Um das seelische Wohlbefinden und die Resilienz schon von klein auf zu stärken rollt die Techniker Krankenkasse (TK) gemeinsam mit dem Verein Prävention und Gesundheit im Saarland (PuGiS) das etablierte Elternprogramm Schatzsuche im Saarland aus. Das Programm wurde von der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) entwickelt und folgt einem ressourcenorientierten Ansatz.

"Prävention und Resilienz sind schon in jungen Jahren entscheidende Faktoren für ein gesundes Leben. Mit diesem Programm begeben sich Eltern und andere Bezugspersonen auf eine Reise, um die Stärken und weiteren Schätze zu entdecken, die in den Kindern schlummern", erläutert Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland und ergänzt: "Das Bild einer abenteuerlichen Schatzsuche ist der rote Faden, der sich durch das Programm zieht. Dadurch wird eine angenehme und motivierende Atmosphäre für die Eltern geschaffen."

PuGiS ist dabei als Partner für die Schulung und Zertifizierung der Fachkräfte im Saarland zuständig. Diese führen die teilnehmenden Eltern dann in sechs Treffen á zweieinhalb Stunden durch das Programm. Dabei werden Zeitpunkt und Turnus jeweils an die Bedürfnisse der Einrichtung und der Eltern angepasst. 

Folgende Ziele werden für das Programm formuliert: Eltern…

  • sind für die Stärken und Bedürfnisse der Kinder sensibilisiert,
  • verfügen über Wissen zum Thema seelisches Wohlbefinden,
  • profitieren von einer vertrauensvollen Kommunikation mit den Fachkräften der Kita,
  • haben mehr Freude und Spaß an Erziehungsaufgaben,
  • kennen Unterstützungsangebote im Stadtteil.

Seit 2020 wird die Schatzsuche durch das Programm "Schule in Sicht" ergänzt. Dieses unterstützt den Übergang von der Kita in die Schule. Die niedrigschwellige Gestaltung der Elterntreffen ermöglicht allen Eltern die Teilhabe.

Spielend stark

Bei dem zweiten Projekt steht die Vermeidung von Krebserkrankungen im Fokus. Zahlreiche Risikofaktoren lassen sich bereits im Kindesalter durch gesunde Lebensgewohnheiten positiv beeinflussen: ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung sowie Stress- und Entspannungsfähigkeit. Genau hier setzt das neue Projekt "Spielend stark - Mit Bewegung & gesunder Ernährung fit in die Schule" der TK und der Saarländischen Krebsgesellschaft an.

Wichtige Grundsteine legen

"Schon in den ersten Lebensjahren werden die Grundsteine für ein gesundes Leben gelegt. Mit dem neuen Projekt wollen wir den Kindern spielerisch wichtige Kompetenzen vermitteln, aber auch die Eltern erreichen", erläutert Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland, den Plan.

Brettspiel als Basis

Basis des Projekts ist die Entwicklung eines Lern-Brettspiels, in dem Bewegung und Ernährung kombiniert und kindgerecht aufbereitet werden. Ergänzt wird es durch begleitende Einheiten, Schulungen und Materialien für Eltern und Fachkräfte. So werden alle Beteiligten für gesundes Verhalten sensibilisiert.

Nachhaltige Integration als Ziel

"Ein Vorteil dieses Ansatzes sehen wir darin, dass Kitas befähigt werden, Gesundheitsförderung als festen Bestandteil des Alltags zu etablieren. Damit werden nachhaltig Strukturen geschaffen, die sich positiv auf die Gesundheit der Kinder auswirken", sagt Sabine Rubai, Geschäftsführerin der Saarländischen Krebsgesellschaft.

Begleitende Evaluation und Anpassung

Das Projekt wird auch wissenschaftlich begleitet. Durch die Evaluation sollen schon in der Pilotphase Daten analysiert werden, um Materialien zielgerichtet anzupassen. Zum Projektende erstellt der Evaluationspartner einen kompakten wissenschaftlichen Abschlussbericht, der Ergebnisse, Wirksamkeit und Empfehlungen für die Weiterführung zusammenfasst. Der Start der Pilotphase ist für August 2026 geplant, bevor der Rollout ab Januar 2027 erfolgen soll.