TK-versicherte Nutzer der App "Ada" können ihre Beschwerden in der App angeben und erhalten eine persönliche Analyse und werden auf Wunsch über passende digitale Versorgungsangebote der TK informiert.

Symptomcheck via Chat

"Ada funktioniert im Prinzip wie ein Chat. Der Nutzer beantwortet Fragen zu seinen Symptomen bis genügend Informationen für eine qualifizierte Einschätzung vorliegen. Ada informiert die Nutzer direkt über mögliche Ursachen ihrer Beschwerden und zeigt ihnen mögliche nächste Schritte auf - zum Beispiel, ob sie einen Arzt konsultieren sollten", erklärt Dr. Martin Hirsch, Mitgründer und Chief Scientific Officer von Ada Health.

Ada ist eine wissens­ba­sierte Intel­li­genz


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Digitalisierung nimmt Fahrt auf

"Mit dem digitalen Symptomcheck geben wir bereits heute einen Ausblick darauf, wie Versorgung in der Zukunft aussehen kann", sagt Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. "In allen anderen Lebensbereichen haben wir bereits umfassende digitale Angebote und erledigen vieles online - unabhängig von Öffnungszeiten und von überall aus. Dass wir als Kasse Innovationen vorantreiben ist das Eine - hier ist aber auch die Politik gefordert, innovative Lösungen schneller ins Gesundheitswesen zu bringen."

Poten­ziale für KI im Gesund­heits­wesen


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Datenbestand wächst stetig

Sieben Jahre Forschung stecken in der Künstlichen Intelligenz von Ada. Mittlerweile kennt Ada mehrere tausend Krankheiten und Symptome. Täglich kommen rund 30.000 neue Fälle hinzu. Es werden dauerhaft Qualitätssicherungen von Adas Ärzte-Team sowie externen Spezialisten durchgeführt.

Digitaler Symptomcheck - qualitätsgesicherte und verständliche Gesundheitsinformationen

Der Bedarf an digitalen Gesundheitsinformationen ist groß, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der TK, die Studie "Homo Digivitalis", zeigt. Demnach macht sich die Mehrheit der Bevölkerung vor dem Arztbesuch im Netz schlau. 95 Prozent der Befragten nutzen Suchmaschinen - nur wenige steuern gezielt Gesundheitsportale oder staatliche Angebote an. "Unser Angebot des KI-gestützten Symptomschecks holt diejenigen ab, die qualitätsgesicherte, verständliche Gesundheitsinformationen suchen, die auf ihre individuellen Beschwerden zugeschnitten sind", so TK-Chef Baas.

KI-Technologie unterstützt Ärzte

Auch Ärzten werden Assistenzsysteme künftig den Überblick über die ständig wachsenden medizinischen Datenmengen und Forschungsergebnisse erleichtern, um diese in Diagnostik und Therapie einzusetzen.

Nutzen von Künst­li­cher Intel­li­genz in der Medizin


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Statement von Prof. Dr. Jürgen Schäfer zur Künstlichen Intelligenz Ada (PDF, 24 kB, nicht barrierefrei)

"Besonders die Diagnose von extrem komplexen Krankheitsbildern macht es notwendig, große, unstrukturierte Datenmengen zu durchdringen", erklärt Prof. Dr. Jürgen Schäfer, Leiter des Zentrums für unerkannte und seltene Erkrankungen (ZusE) am Universitätsklinikum Marburg. Schäfer und sein Team gehören zu den Experten, die Ada validieren und die Inhalte im Rahmen von wissenschaftlichen Studien auf Herz und Nieren prüfen werden. "Es gibt mehr als 10.000 Diagnosen, allein 7.000 seltene Erkrankungen. Das sind Dimensionen, die ein einzelner Arzt gar nicht mehr verarbeiten kann", so Schäfer.

Künstliche Intelligenz als digitales Expertensystem

Keiner der drei Experten, glaubt, dass Künstliche Intelligenz Ärzte ersetzen wird. TK-Chef Baas vergleicht KI-Assistenzsysteme vielmehr mit Bordcomputern, die den Piloten nicht ersetzen, aber entscheidend unterstützen können: "Wir werden immer Menschen brauchen, die die Daten deuten und die Empathie besitzen, daraus die richtige Therapie für den einzelnen Patienten abzuleiten. Patienten werden selbstverständlich auch weiterhin ihren Arzt oder Apotheker fragen. Allerdings bin ich sicher, dass es in zehn Jahren gar nicht mehr erlaubt sein wird, Diagnosen zu stellen, ohne ein digitales Expertensystem zu nutzen."

App statt Arzt? Fragen Sie auch weiterhin Ihren Arzt oder Apotheker!

Wenn Patienten gut informiert in die Sprechstunde gehen, profitieren aus Sicht der TK Ärzte und Versicherte. Angebote wie der Symptomcheck von Ada können dazu beitragen, als Versicherter bereits vor dem Aufsuchen eines Arztes mehr und vor allem auch validierte Informationen zu erhalten. Diese können im nächsten Schritt mit dem Arzt des Vertrauens geteilt werden. Denn: Eine Symptomcheck-App wie Ada ersetzt allenfalls Netzrecherche aus nicht validierten Quellen, nicht jedoch den persönlichen Arztkontakt. Darüber hinaus soll es künftig die Option geben, nach dem Symptomcheck weitere Informationen vom TK-Ärztezentrum einzuholen, das einfach und über verschiedene Kanäle über die TK-Doc-App kontaktiert werden kann. 

Repor­tage zur Pres­se­kon­fe­renz am 28. November 2018


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